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Darum kann der Goldpreis nicht dauerhaft gedrückt werden18. April 2013

Der jüngste Kurseinbruch bei Gold und Silber hat bei Anlegern viele Fragen aufgeworfen. Etwa, warum man den Kurs des Goldes mit Verkäufen drücken kann, obwohl man das physische Metall gar nicht besitzt. Goldreporter erläutert, warum diese Form der Kursmanipulation immer nur kurzfristig funktioniert.

 

Leerverkäufe spielten bei der Abverkaufswelle am vergangenen Freitag und Montag eine wesentliche Rolle. Über Terminverkäufe in den USA hatten Händler mehrere Hundert Tonnen Gold auf den Markt geworfen. Wir unterstellen an dieser Stelle einmal, dass der Goldpreis – im Sinne eines “höheren”, möglicherweise starken wirtschaftlichen Interesses – gezielt unter Druck gesetzt wurde. Entsprechende Spekulationen kursieren derzeit zur Genüge.

 

Crash auf Termin

Faktum: Am vergangenen Freitag wurden an der COMEX 374.344 Kontrakte á 100 Unzen Gold gehandelt, die erst im Juni 2013 geliefert werden müssen. Das entsprach einer Menge von 1.164 Tonnen Gold. Am darauf folgenden Montag  ging es noch turbulenter zur Sache. An diesem Tag wurden 700.344 Verträge à 100 Unzen Gold für die Lieferung zum gleichen Zeitpunkt geschlossen. Das entsprach 2.178 Tonnen Gold: eine gesamte Weltjahresproduktion. Zum Vergleich: Am Donnerstag vor dem Crash waren nur 137.757 Juni-Kontrakte gehandelt worden.

 

Warum funktioniert Manipulation?

Um die Ereignisse einmal in direkten Zusammenhang mit den Auswirkungen für Privatinvestoren zu bringen: Warum haben solche Verkaufsverträge über Ware, die beim Kaufabschluss physisch noch gar nicht vorhanden sein muss, unmittelbare Auswirkungen auf die Preise von Goldmünzen und Goldbarren hierzulande? Warum ist der Gold- und Silbermarkt also so anfällig für potenzielle Marktmanipulation?

Der wesentlicher Grund liegt darin, dass Gold (und weitgehend auch Silber) in erster Linie als Geldanlage genutzt wird, anders als etwa Verbrauchsgüter wie Öl, Holz oder Weizen.  Wenn der Goldpreis sinkt, wird das physische Edelmetall für Anleger uninteressant. Sie steigen im Zweifel aus dem Markt aus. Bei den Verbrauchsgütern ist es genau umgekehrt. Hier schüren sinkende Preise die physische Nachfrage.

 

Warum folgt der Spotpreis dem Terminkurs?
Ergebnis: Wenn einflussreiche bzw. kapitalstarke Händler – in welchem Auftrag auch immer – Investoren aus dem Edelmetallinvestment treiben wollen, dann können sie dies tun, in dem sie den Kurs am Terminmarkt durch Leerverkäufe drücken. Letztlich schwappt die Kursentwicklung auf den Spotmarkt/Kassamarkt über, weil Kursdifferenzen zwischen den Märkten durch Arbitragehandel ausgeglichen werden. Wenn ein Händler beispielsweise weiß, dass er im Juni 1 Unze Gold für 1.350 Dollar bekommt, dann verkauft er sofort zum höheren Preis am Sportmarkt und schließt gleichzeitig einen Vertrag zur Lieferung des Goldes zum niedrigeren Preis im Juni ab. Die Differenz ist sein Gewinn.

 

Quelle: www.goldreporter.de

 

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