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Die Goldverschwörung7. August 2013

Es ist wohl kein Geheimnis, dass der Goldpreis ständigen Manipulationen ausgesetzt ist.
Zu Wochenbeginn setzte der Goldpreis zu einer Rallye an und knackte mit einer 3 prozentigen Verteuerung der Feinunze wichtige Widerstandsmarken. Mit einem derzeitigen Goldpreis von über 1.300 US-Dollar, verzeichnet das Edelmetall den stärksten eintägigen Preisanstieg seit 13 Monaten.
Experten wie Roland Stöferle halten langfristig einen Kurs von 2.300 US-Dollar je Feinunze für möglich. Und wieso auch nicht? Immerhin gab es auf globaler Ebene noch nie solch gewaltige monetäre Experimente wie dieser Tage.
Es ist unmöglich den fairen Wert von Gold festzustellen, da dieser von den subjektiven Einschätzungen der Anleger abhängt. Wo der eine meint das Gold sei ein Relikt vergangener Tage, stapelt der andere aus Angst vor einem Währungskollaps die Barren unterm Bett.
Wirft man einen Blick in die Vergangenheit, so wird schnell klar: Das alles ist schon einmal und schon einmal und schon einmal passiert. Die Eurozone befindet sich in der Rezession. Das niedrige Wirtschaftswachstum, die hohe Arbeitslosenrate und die oftmals schwachen Koalitionsregierungen verdeutlichen das Dilemma.
Ab Schließung des Goldfensters durch Präsident Richard Nixon am 15. August 1971 kann man den Goldkurs mit der Fahrt einer Achterbahn vergleichen. Doch wieso ist das goldene Edelmetall von heute auf morgen so volatil? Ganz einfach. Die Antwort findet man bei den Zentralbanken.
Laut dem Analysten und Buchautoren Dimitri Speck ist es das Ziel der Zentralbanken durch Goldpreisinterventionen die Investoren zu entmutigen und vom Goldkauf abzuhalten. Durch das Drücken des Goldpreises schätzen die Marktteilnehmer Inflationsgefahren wesentlich ungefährlicher ein und geben sich dementsprechend auch mit niedrigeren Zinsen für ihre Anlagen zufrieden. Auf diese Weise ist es gleichzeitig möglich, die Verschuldung und auch das Leistungsbilanzdefizit stärker zu erhöhen und den US-Dollar zu stärken.
Genau so ist es wieder geschehen. Westliche Investoren haben plötzlich das Interesse am gelben Edelmetall verloren und die Terminbörse CME erhöhte die Sicherheiten für Anleger. Daraufhin mussten viele dieser Investoren ihre Positionen glattstellen. Da die meisten unter ihnen auf weiter steigende Notierungen gesetzt hatten war eine massive Verkaufswelle die Folge -  und Oh Wunder: der Goldpreis fiel auf ein historisches Tief.
Fakt ist, dass Gold seit tausenden von Jahren die stabilste Währung darstellt und sowohl bei Inflation als auch bei Deflation ein liquides Wertaufbewahrungsmittel darstellt, das nicht pleitegehen kann, weil Gold kein Verbrauchs-, sondern ein Anlagegut ist. Oder wie schon JP Morgan sagte: „Gold ist Geld, alles andere ist Kredit.“

 

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