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Edelmetalle als Versicherung gegen unseriöse Geldpolitik22. Dezember 2013

Seit über 16 Jahren betreibt die US-amerikanische FED als bedeutendste Notenbank der Welt eine Politik der massiven Geldausweitung als Folge der 1997 erfolgten Pleite des Hedgefonds Long-Term Capital Management (LTCM),  des Platzens der Technologieblase im Jahr 2002 und der Immobilienkrise der Jahre 2007 ff. Die EZB folgt dem Vorbild ihres amerikanischen Pendants im Zuge der Eurokrise. Die Resultate dieser Geldpolitik sind gravierend und in den Märkten weltweit bereits deutlich sichtbar.

 

Als Alan Greenspan, der Altmeister der Geldpolitik und ehemalige Chef der mächtigsten Zentralbank der Welt, im Jahr 1996 vor irrationalem Überschwang und der Gefahr einer Aktienmarktblase warnte, ahnte noch niemand, mit welchen Mitteln der ‚Magier der Märkte‘ in den kommenden Jahren die Folgen geplatzter Blasen bekämpfen würde. Heute werden die von Greenspan etablierten geldpolitischen Mittel, die sowohl qualitative als auch quantitative Maßnahmen umfassen, euphemistisch als ‚unkonventionelle Notenbankinstrumente‘ bezeichnet. Sie reichen von einer de facto Nullzinspolitik bis zur Geldmengenschöpfung quasi aus dem Nichts zum Ankauf von Staatsanleihen. Die Kritik an der eigentlich verbotenen Staatsfinanzierung aus der Notenpresse wird gemeinhin mit dem Argument der Alternativlosigkeit abgeschmettert. Da es um nichts Geringeres als das Wohl und Wehe der Weltwirtschaft gehe, könne man schon einmal juristische und moralische Grenzen überschreiten , so der Grundtenor der Überzeugung – übrigens nicht zum ersten Mal in der Geschichte der Geldpolitik, und mit Sicherheit auch nicht zum letzten Mal. Das Ziel heiligt eben die Mittel.

 

Unbestritten ist, das ohne die Notmaßnahmen der Zentralbanken spätestens nach der Lehman-Pleite das internationale Bankensystem und mit ihm das weltweite Währungs- und Wirtschaftssystem kollabiert wäre. Gleiches gilt im aktuellen Fall der Eurokrise für die Existenz der Eurozone und ihrer Gemeinschaftswährung. Aber diese permanente 'Notfallgeldpolitik' zeitigt auf Dauer enorme Nebenwirkungen, wie jede staatliche Intervention in das Gleichgewicht der freien Märkte. Im Falle der Geldpolitik reden wir über die Verzerrung des wichtigsten Preises in einer Volkswirtschaft, den Preis des Kapitals – den Zins.

 

Die Interventionen der Notenbanken sind mittlerweile selbstverständlich geworden und werden von der Investorengemeinde gemeinhin akzeptiert. Dabei handelt es sich im Kern um eine höchst unseriöse Geld- und Fiskalpolitik, wie man sie normalerweise nur von sogenannten Bananenrepubliken kennt. Zinsmanipulation am Kapitalmarkt durch Staatsfinanzierung via Notenpresse führte in der Historie ohne Ausnahme zur vollständigen Vernichtung des Geldwertes. Dieser Prozess verläuft schleichend und beginnt mit der ‚sanften Enteignung‘ der Sparer durch negative Vermögensverzinsung.

 

Des Weiteren führt die künstlich herbeigeführte Preisverzerrung bei Anleihen zu Kapitalfehlallokationen, da Investoren gezwungen werden, höhere Risiken einzugehen, um real überhaupt noch Erträge zu erwirtschaften. So entstehen ungewollt neue Spekulationsblasen. Die Banken, die dank Refinanzierungsprivilegien am dichtesten an der Notenpresse positioniert sind, verfallen ebenfalls der Spekulation, um in einem Nullzinsumfeld überleben zu können. Der Staat wiederum gewöhnt sich an die Refinanzierung durch die Notenpresse und betreibt eine zusehends ausufernde Ausgabenpolitik. Ein Teufelskreis an gegenseitigen Abhängigkeiten, Moralverfall und Spekulationswut bricht sich Bahn, der letztendlich zur Degeneration der freien Marktwirtschaft, aber auch der Demokratie führen kann.

 

Im Westen lassen sich die Investoren noch von der euphemistischen Rhetorik der mächtigen Lobby aus  Notenbankern und Fiskalpolitikern einlullen, denn sie sind seit Jahrzehnten darauf konditioniert, ihnen Glauben zu schenken. In anderen Teilen der Welt ist man da skeptischer und traut per se keiner Währung, die nicht durch Gold, sondern nur durch die Versprechen von Politikern gedeckt ist. So verwundert es nicht, dass die Goldbestände, die im Westen zuletzt im Zuge des Goldpreiseinbruchs abverkauft wurden, im Osten begierig aufgesaugt wurden. China liefert dafür ein gutes Beispiel.


Viele Menschen im Westen, speziell in den USA, können mit Gold als ultimativer Währung nichts mehr anfangen, seit die Goldpreisbindung des US-Dollars 1971 aufgegeben wurde. Für sie ist Gold nur ein zinsloses, spekulatives Asset – ja gar nur ein beliebiger Rohstoff. Sobald sich das Metall schlechter entwickelt als andere Anlageklassen, wird es sofort wieder abverkauft, selbst wenn das herrschende Währungsregime zu scheitern droht. Dieser Mangel an Wertschätzung in die Edelmetalle ist eine weitere groteske Folgeerscheinung der modernen, aber eben höchst unseriösen Geldpolitik der überschuldeten Staaten des Westens.

 

Für Investoren und Finanzvermittler, die sich der brisanten Gemengelage aus Überschuldung und Gelddruckorgie bewusst sind, stellt sich immer drängender die Frage nach dem Schutz von Kapital und Vermögen vor unseriöser Geld- und Fiskalpolitik und deren katastrophalen Folgen. Sie lässt sich im Grundsatz so beantworten: "Kaufen Sie nichts, was nur auf einem Versprechen basiert!"

Seit über 5.000 Jahren war eine Anlage zumindest kaufkrafterhaltend – das Gold. Für stärker renditeorientierte Anleger bietet sich alternativ das monetäre Edelmetall Silber an, das historisch betrachtet im Verhältnis zum Gold aktuell äußerst preiswert ist.

 

Quelle: sachwert-magazin.de

 

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