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Gold geht nie pleite2. September 2013

Abgesehen davon, dass die USA auch in Sachen Gold nicht mehr der Nabel der Welt sind - die wichtigsten Märkte sind Indien und China, wo die physischen Goldkäufe nach dem Preisrutsch sprunghaft in die Höhe schnellen - , steht nirgendwo in Stein gemeißelt, warum Gold bei steigenden Realzinsen unbedingt gemieden werden muss. Schließlich ist der Zins immer auch ein Maßstab für Bonität. Entsprechend signalisieren steigende Zinsen eine schwächere Bonität und ein höheres Ausfallrisiko von Schuldnern. Gold geht nie pleite.

 

Spürbar anziehende Realzinsen signalisieren im aktuellen Umfeld zudem einen Kontrollverlust der Notenbanken über die Anleihenmärkte. Zentralbanken in den USA, Japan und Europa können es sich nicht erlauben, einen spürbaren Zinsanstieg zuzulassen, wenn sie keinen Zusammenbruch ihrer überschuldeten Volkswirtschaften riskieren wollen. Sie versuchen, die Marktzinsen zu drücken indem sie immer größere Mengen Anleihen aufkaufen.

 

Hätten die Notenbanken ihr Ziel damit tatsächlich erreicht, und die Wirtschaft wäre kräftig angesprungen, dann wäre das Inflationsrisiko gestiegen. Das aber hätte eher zusätzliche Goldnachfrage ausgelöst.

 

Doch Nullzinspolitik und Anleihekäufe haben, wenn überhaupt, nur einen geringen Einfluss auf das reale Wirtschaftswachstum. Das räumte jüngst gar die Federal Reserve Bank of San Francisco ein. Eine späte Erkenntnis. Die US-Notenbank nahm in den vergangenen vier Jahren Staats- und Hypothekenpapiere in Höhe von 16 Prozent der amerikanischen Wirtschaftsleistung auf die eigene Bilanz. Zugleich wuchs die US-Wirtschaft seit dem Amtsantritt von Präsident Barack Obama im Januar 2009 real nur um 1,075 Prozent pro Jahr – von einem selbst tragenden Konjunkturaufschwung keine Spur. Nur die Reichen wurden noch reicher. Während sich das Bruttoinlandsprodukt der USA seit dem Börsentief im März 2009 absolut um etwa 2,3 Billionen Dollar erholt hat, legte der Marktwert der an US-Börsen notierten Unternehmen um rund 12,3 Billionen Dollar zu. Gleichzeitig türmte Obama immer mehr Schulden auf, allein in seiner ersten Amtszeit mehr als alle seine 42 Amtsvorgänger zusammen.

 

Auch in Japan scheitert gerade die im April gestartete Extremvariante von QE. Die Bank of Japan will Summen mobilisieren, die etwa 25 Prozent der japanischen Wirtschaftsleistung entsprechen. Erstes Zwischenergebnis: Das reale Wachstum im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal erreichte magere 0,6 Prozent. Die japanische Industrieproduktion ging im Juni gegenüber Mai gar um 3,3 Prozent zurück. Die deflatorischen Kräfte aus der Überschuldung sind offenbar stärker.

 

Quelle: wiwo.de

 

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