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Warum wir auch ohne Krise Gold horten werden7. August 2013

Gold gilt als sicherer Hafen in der Krise. Doch anders als andere Investments wird das Edelmetall seine Bedeutung als Geldanlage nach der Krise nicht einbüßen. Dafür lieben wir es zu sehr.

 

Es ist schwer, es glänzt, es ist rar - und alle wollen es haben. Gold fasziniert die Menschen seit jeher. Und das, obwohl der Preis zuletzt dramatisch eingebrochen ist. Immerhin hat das schillernde Edelmetall im zweiten Quartal dieses Jahres über 20 Prozent an Wert verloren, und damit den größten Drei-Monats-Verlust seit 1920 eingeheimst. "Beim Preissturz ging ein Teil des Glanzes verloren", sagt Bastian Hepperle, Goldexperte der Dekabank.

Grundsätzlich wird die Bedeutung des edlen Rohstoffs immer wieder diskutiert. So sagte beispielsweise Starinvestor Warren Buffett, dass er das Edelmetall für vollkommen nutzlos hält. Er würde es noch nicht einmal für einen Tiefstpreis von 800 Dollar je Feinunze kaufen. Umso mehr stellt sich die Frage, warum ein angeblich nutzloses Metall - laut Kritikern bräuchten Verhungernde schließlich Lebensmittel und kein Gold - trotz Kurseinbrüchen so wichtig ist und auf viele eine so starke Faszination ausübt.

"Am Ende des Tages kann ich mir für Gold sehr wohl etwas kaufen", sagt Robert Hartmann, Geschäftsführer des Goldhändlers pro aurum. Nicht umsonst gilt das Edelmetall als die älteste Währung der Welt. Der ehemalige Chef der US-Notenbank Fed Alan Greenspan bezeichnete Gold als "die höchste Zahlungsform der Welt". Man habe etwas handfestes, was eingetauscht werden könnte, erklärt Hepperle. Deshalb glaubt er daran, dass Gold trotz des Kurseinbruchs seine Funktion als Sicherheitsanker für Anleger behalten wird.

Denn gerade in Krisenzeiten wie der jüngsten Finanz- und Schuldenkrise liegt die gesteigerte Bedeutung von Gold auf der Hand. "Gold ist seit Jahrhunderten eine Krisenwährung", sagt Hepperle. Das liegt vor allem an der Werthaltigkeit des Edelmetalls. Da der Rohstoff so selten ist und nur in begrenztem Maß verfügbar, ist er in unsicheren Zeiten ein sicherer Hafen für Anleger. Schließlich lassen sich die Goldvorkommen der Welt im Vergleich zu den Liquiditätsreserven im globalen Währungssystem relativ gut nachvollziehen, Gold lässt sich nicht unbegrenzt neu drucken wie Geld. Deshalb galt Gold spätestens mit Beginn des Goldstandards in England Anfang des 19. Jahrhunderts als stabiler Anker.

 

Auch ohne Krise ein Kauf?

So sollte die Geldentwertung verhindert werden. Gerade während der aktuellen Liquiditätsschwemme der Notenbanken wünschen sich viele den Goldstandard zurück. Da das rare Gold Wachstum allerdings auch hemmen kann, galt der bei seinem Ende 1971 als nicht mehr zeitgemäß. Mittlerweile ist die globale Wirtschaft deutlich stärker gewachsen als die Goldvorkommen, was einer Wiedereinführung des Standards im Wege steht.

Was allerdings passiert, wenn von Krise keine Rede mehr ist? Wird Gold dann links liegen gelassen? Früher führte Gold als Geldanlage schließlich ein vergleichsweise bedeutungsloses Dasein. Gerade nach Ende des Goldstandards brachen die Kurse stark ein. Andere Anlagen wie beispielsweise Aktien wurden attraktiver, gab es da doch laufend Renditen und Dividenden zu holen.

 

Quelle: wiwo.de

 

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